Würde

Denke ich an mein bisheriges Leben zurück, so begegnet mir das Wort „Würde“ nur in Reden zu besonderen Anlässen. Das Wort „Würde“ ist auch nicht Teil meines aktiven Wortschatzes. Wie eine leere Hülle kommt mir die Würde häufig vor. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ steht im ersten Artikel des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. In meiner persönlichen Erfahrung sieht es häufig so aus, dass die Würde mit Füßen getreten wird – auch von Vertretern des Staates oder Institutionen. Größtenteils mag es nicht die persönliche Motivation einzelner Mitarbeiter sein, sondern Gesetze, Verordnungen und Dienstanweisungen nach denen sie sich zu richten haben. Jedoch ein ein würdevoller Umgang wäre angebracht. So sind die verklausulierten Gesetze, die mir Hilfen zu gestehen, nicht würdevoll, denn sie sind unverständlich für Normalbürger / Nichtjuristen. Würdevoll wäre es deswegen, wenn der Staat auf mich zukommen würde und von sich aus die mir zustehenden Hilfen anbietet. Häufig muss man darauf bestehen, darauf pochen und sich Hilfe von anderen Stellen holen. Viele Schreiben und Verfahren stellen einen Hilfesuchenden in den Verdacht des Leistungserschleichens. Hier würde ein würdevoller Schreibstil schon viel helfen. Die Würde des Menschen ist ein „hohes Gut“, so wird es häufig in Festreden bezeichnet. Jedoch ist es nichts Gegenständliches sondern etwas geistliches und deswegen auch schwierig genau zu beschreiben. Die Würde des Menschen ist eine Grundvoraussetzung für ein gleichberechtigtes Zusammenleben aller Menschen. Die Würde wird jedoch gerade von denen missachtet, die diese so hoch stellen. Zu einem würdevolle Leben gehört so zum Beispiel auch ein barrierefreies Leben. Zu einem würdevollen Leben gehört die Andersartigkeit, die Individualität jedes einzelnen Menschen zu akzeptieren.
Was würde passieren, wenn die Würde nicht nur beachtet sondern auch gelebt würde?

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